Kaffee fรผhrte zur 5. Sinfonie
Der รberlieferung nach soll Ludwig van Beethoven immer genau 60 Kaffeebohnen fรผr seine Tasse Kaffee verwendet haben. Offensichtlich war Kaffee sehr inspirierend fรผr Beethoven und unserer รberzeugung nach kam es zu folgender Begebenheit, die zu einer der bekanntesten Sinfonien fรผhrte.
Beethoven brachten seine 3. Sinfonie Eroica und 4. Sinfonie bereits hohe Beachtung ein. Im Jahr 1806 gab Graf Franz von Oppersdorff Beethoven zwei Sinfonien in Auftrag. Allerdings fรผhlte sich Beethoven nach seinen Erfolgen etwas ausgebrannt. Ihm fiel kein rechtes Anfangsmotiv fรผr die Ouvertรผre ein. Es sollte durch rhythmische Kraft sowohl Liebhaber der klassischen Musik als auch Menschen, die sonst kaum der klassischen Musik zugeneigt sind, in den Bann ziehen. Aber momentan: Blackout. Leere Notenblรคtter hatte er auf seinem Schreibtisch bereit liegen, aber sie blieben noch unbeschrieben. Ein Urlaub hรคtte ihm gutgetan, aber nein, die Zeit zum Abgabetermin drรคngte.
Und wie so viele Kreative in einer Schaffenskrise, machte er sich erst mal einen Kaffee. Wie erwรคhnt, nahm er dafรผr genau 60 Bohnen. Das sind etwa 7 Gramm und der Kaffeefreund von heute weiร, dass das die genaue Menge fรผr einen Espresso ist. Pedantisch zรคhlte er die Bohnen ab um sie zu mahlen. Als er alle 60 Bohnen abgezรคhlt und in der Hand hielt, stรผrmt laut rufend seine dralle Haushรคlterin Berta rein, um die Ankunft eines Gastes zu melden. Da Beethoven gar nicht schwerhรถrig war, sondern sein „Was?“ immer nur ein Ausruf seines Erstaunens war, erschrak er durch Bertas lautes Gepolter und verstreute die Kaffeebohnen aus seiner Hand รผber den Schreibtisch und รผber die leeren Notenblรคtter.
Entnervt wendete er sich Berta zu und entlieร sie auf der Stelle. Den Gast wollte er auch nicht mehr sehen. Zornig und frustriert wollte er die Kaffeebohnen wieder aufsammeln, stutzte aber, als er ein paar der Bohnen auf dem Notenblatt sah. Sie hatten sich wie Noten รผber die Zeilen verteilt.
Zรถgerlich betrachtete er die Bohnen, die sich so geradlinig hintereinander aufreihten. Skeptisch summte er die Melodie, die die Bohnen-Noten bildeten. TaaTaaTaa – Taa. „Was!“ rief er aus. TaaTaaTaa – Taa! Das klang nach einem wรผrdigem Anfangsmotiv fรผr sein Auftragswerk. Sein รrger wandelte sich in Euphorie. Sofort lieร er Berta bestellen, sie sei wieder eingestellt. Er trรคllerte und pfiff sein neues Leitmotiv und spielte es geschwind auf dem Klavier nach. PERFEKT. Den Rest komponierte er schnell zusammen und fertig war seine 5. Sinfonie.
Letztlich verkaufte Beethoven sein Werk jedoch dem Fรผrsten Franz Joseph Lobkowitz. Angeblich schrieb er, dass „Not ihn zwang, die Sinfonie an jemanden anderen zu verรคuรern“. Unserer Vermutung nach geschah es aber, weil Berta letztlich doch gekรผndigt hatte und fรผr Oppersdorff arbeitete. Und aus dem Grund wurde die 5. Sinfonie auch oft als Schicksalssinfonie bezeichnet.
[Anekdote, Verรถffentlichung mit Quellenangabe: „Thomas Schmidt https://kaffee-bongusta.de/shop/ Beethoven und Kaffee“ gestattet]
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